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Russische Frauen und Scam
Tricksen, Täuschen, Tarnen.
Scammer zeichnen sich dadurch aus, dass Sie nie vermuten würden, dass es sich um einen Scammer handelt! Von plumpen Ausnahmen einmal abgesehen.
Obwohl schon an verschiedenen Stellen angeführt, hier noch einmal der Hinweis: Scam ist die Ausnahme! Der Normalfall sind spannende und interessante neue Kontakte und immer öfter der Anfang einer neuen Partnerschaft.
Und: Russische Frauen steht als Synonym für russische Frauen und Frauen aus Osteuropa und der GUS.
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Tricksen, Täuschen, Tarnen.
Scammer zeichnen sich dadurch aus, dass Sie nie vermuten würden, dass es sich um einen Scammer handelt! Von plumpen Ausnahmen einmal abgesehen.
Kapitel 1: Wie entdecken Sie Scam?
Scam können Sie erst aufdecken, wenn das Thema Geld bzw. finanzielle Unterstützung in der Korrerspondenz auf die Tagesordnung kommt. Vorher kann allenfalls ein Zufall zur Aufdeckung führen, z.B. wenn der Scammer schlecht organisiert ist und Ihnen eine eMail sendet, die nicht für Sie bestimmt war.
Seriöse, spezialisierte Agenturen, wie Lipana.com, haben Erfahrungen (und in unserem Fall eigene Erlebnisse) und manchmal auch einen "siebten Sinn", wenn sie das Kontaktprofil einer Neuanmeldung auf Plausibilität prüfen. Ein Grund mehr, dass Sie nur solche Agenturen für Ihre Kontaktaufnahme nutzen. Diese Agenturen können nicht kostenlos arbeiten. Bei einer für alle Beteiligten kostenlos zugänglichen Plattform werden keine Prüfungen durchgeführt; wer sollte diesen Aufwand finanzieren? Die Betreiber der Plattform? Und wie finanzieren die Betreiber den Betrieb ihrer Plattform? Die Antwort können Sie sich sicher denken.
Agenturen, die wöchentlich hunderte Kontaktprofile online stellen, können bestenfalls Stichproben prüfen – wenn überhaupt. Bedenken Sie, dass nur ein Teil der Plausibilitätstests durch Softwareprogramme erledigt werden kann. Zur endgültigen Beurteilung sind Menschen mit entsprechender Erfahrung nötig. Die Prüfung erfordert Zeit und personeller sowie finanzieller Aufwand. Und dort wo Menschen arbeiten, sind Fehler nicht ausgeschlossen. So kann es immer wieder passieren, dass Sie auch bei seriösen Agenturen vereinzelt auf Scammer treffen werden; zumal die Scammer auch beim austricksen von seriösen Agenturen dazugelernt haben.
Fotos in Online Kontaktprofilen
Scammer verwenden selten „Blind-Date“-Profile, da die Wahrscheinlichkeit von zahlreichen Kontakten, die ein Scammer für sein Tun ja nun benötigt, eher gering ist. Scammer setzen daher in der Mehrzahl auf Kontaktprofile mit Fotos. Dabei verwenden sie niemals ihr eigenes Foto bzw. Fotos!
Sie nutzen ganz gezielt Fotos von russischen Frauen und Frauen aus Osteuropa und der GUS, die eine bestimmte "Zielgruppe" direkt ansprechen. Sie würden der Frau auf dem Foto niemals scam zutrauen; die reale russische Frau bzw. Frau aus Osteuropa und der GUS (die auf dem Foto zu sehen ist) würde dies auch niemals tun; wahrscheinlich weiss sie noch nicht einmal, dass es scam gibt und ihr Foto missbräuchlich genutzt wird. Genau damit kalkulieren die Scammer.
So nutzen Scammer für ihre gefälschten Kontaktprofile (Fakes) Fotos von bekannten und unbekannten Fotomodellen, aus Modezeitschriften, von anderen Online-Agenturen oder sonstigen Quellen. Es ist ein leichtes Fotos aus dem Internet zu kopieren und aufzuarbeiten oder von jungen, attraktiven russischen Frauen "Probeaufnahmen" für eine Modelkarriere zu machen. Derartige "Wettbewerbe" finden in ganz Osteuropa und er GUS in jeder grösseren Stadt nahezu an jedem Wochenende statt. Und welche junge, attraktive Frau träumt nicht von einer Modelkarriere – leichte Beute für allerlei kriminelle Machenschaften. Die Medien sind voll von entsprechenden Berichten und Reportagen. Im einfachsten Fall, werden "nur" die Fotos im weiteren missbräuchlich genutzt und die realen Frauen wissen nichts von der missbräuchlichen Nutzung ihrer Fotos.
Auf der anderen Seite gibt es auch viele, ja sehr viele attraktive russische Frauen und Frauen aus Osteuropa und der GUS, die wirklich einen Partner im Ausland suchen und keine Sekunde einen Gedanken an scam verschwenden. Und die Anzahl der suchenden russischen Frauen und Frauen aus Osteuropa und der GUS ist gross, weswegen viele Frauen für ihr Kontaktrofil mit einem persönlich hohen finanziellen Aufwand professionelle Fotos machen lassen (siehe auch Erfolgsfaktoren. Artikel Partnersuche Osteuropa - Wo, Wie). Von Fall zu Fall werden diese Fotos von "geschäftstüchtigen" Fotografen ohne das Wissen der Frau an Agenturen oder sonstige Personen weiterverkauft und erscheinen dann auf dubiosen Web-Seiten.
Kurzum, die Fotos in Foto Kontaktprofilen liefern in aller Regel keinerlei Hinweis auf scam!
Bedenken Sie immer: Scammer zeichnen sich dadurch aus, dass Sie nie vermuten würden, dass es sich um einen Scammer handelt!
Stellt eine russische Frau oder eine Frau aus Osteuropa (oder wer auch immer) Aktaufnahmen in ein öffentlich zugängliches Foto-Kontaktprofil ein, dann ist die Botschaft an den Leser des Kontaktprofils ziemlich eindeutig; zumindest wenn es sich um eine Agentur handelt, die auch derartige Fotos veröffentlicht. Jede Seite kann sich die Erwartungen und Zielsetzungen leicht selbst ausmalen. Es ist immer das, was man im Normalfall auch vermuten würde. In solchen Fällen sollte jeder ohne grosses Nachdenken wissen, auf was er sich einlässt. Eine Beziehung bzw. Lebenspartnerschaft ist nicht das Ziel. Scam ist dies allerdings auch nicht!
Eine andere Seite der Medallie: Wir beobachten bei unserer eigenen Agentur im Zusammenhang mit Foto Kontaktprofilen einen merkwürdigen Trend. Sehr gut aussehende und attraktive russische Frauen und Frauen aus Osteuropa und der GUS erhalten kaum noch Kontakte. Wie auf der Strasse so im Internet. Hier wie dort eine vollkommen falsche Einschätzung, und zwar dass die attraktiven Frauen bereits stets vergeben oder Fotos schöner Frauen gleich scam bzw. nur Lockvögel sind. Zur Erinnerung: Scammer haben kein Interesse schon anhand der Fotos als Scammer enttarnt zu werden. Sie benötigen reale - eher "biedere" Kontakte, um im Laufe der Korrespondenz ihre Masche abzuziehen.
Wenn nun Fotos, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, keinen Anhaltspunkt zur Enttarnung von scam liefern, welche Indizien können ausser der konkreten und direkten Bargeldforderung Scammer enttarnen? Die Antwort auf diese Frage liefert die konkrete Korrespondenz und in den meisten Fällen nur diese!
In den öffentlich zugänglichen Angaben in einem Kontaktprofil können Sie bestenfalls Anhaltspunkte finden. Diese müssen nicht notwendiger Weise zu Scam führen!
Angaben in den Kontaktprofilen
Gibt eine russische Frau oder eine Frau aus Osteuropa und der GUS für Ihren Partnerwunsch einen Altersunterschied von mehr als 20 Jahren an, dann ist dies noch kein Zeichen für scam; allerdings sollte sich jeder Mann – und wenn er sich noch so geschmeichelt fühlt - überlegen, ob dieser grosse Altersunterschied im realen Leben wirklich tauglich ist.
Auf der anderen Seite lebt uns die nationale und internationale Prominenz solche Verbindungen vor. Hinter die Kulissen können wir jedoch nicht sehen und die wahren Motivationsgründe werden uns verborgen bleiben. Aus meinen Erfahrungen kann ich jedoch festhalten, dass Frauen, die einen Altersunterschied von 20 Jahren und mehr angeben, einen reinen Versorger bzw. Sponsor suchen. Nicht mehr und nicht weniger. Scam kann man dazu korrekter Weise nicht sagen, da in diesem Fall die Erwartungshaltungen und Zielsetzungen bei den möglichen Partnern als bekannt vorausgesetzt werden müssen: "Biete Jugend gegen Sponsorship!".
Die Botschaft des überproportional hohen Altersunterschied ist in dieser Hinsicht ebenso eindeutig wie die Botschaft von Aktaufnahmen in Foto Kontaktprofilen. Dem "Sender" der Botschaft sind die Signale und die damit verbundene Erwartungshaltung klar; dem "Empfänger" sollte dies auch klar sein: Es geht um eine reine Zweckgemeinschaft. Dazu kann man stehen wie man möchte, wenn es Beide so wollen ...
Privat-Exkurs:
Mit dem Alter hatte ich auf meinem Weg ebenfalls (zunächst) Probleme. Als ich selbst, Ende 30, via Online Partneragentur eine Partnerin suchte, suchte ich nicht bewusst nach einer deutlich jüngeren Frau.
Durch damalige, zahlreiche berufliche Kontakte nach Osteuropa war ich mit der Mentalität der Menschen vertraut und lernte die dortigen Frauen und ihre Einstellung zu Partnerschaft und Familie schätzen. Aus diesem Grund war für mich auch klar, dass es nach meinen früheren Eheerfahrungen eine Frau aus Osteuropa sein sollte, ja musste. Regional hatte ich mich nicht festgelegt.
Meine persönliche Grenze lag bei einem Altersunterschied von 10 Jahren. Der Grund dafür war vergleichsweise simpel: Wenn ich nun eine neue langfristige Beziehung eingehe, dazu noch interkulturell, dann möchte ich auch ein Kind bzw. Kinder; am besten auch noch eigene Kinder.
Die Suche grenzte ich dementsprechend bei dem Alter ein. Andere Aspekte wie ledig oder nicht, mit oder ohne Kinder war nicht wichtig. Wichtiger war die gleiche Wellenlänge. Gleichzeitig veröffentlichte ich ein eigenes Foto Kontaktprofil im Internet.
In der Folge führte mich meine Suche zu einigen privaten Besuchen zu wundervollen russischen Frauen nach Osteuropa bzw. zu einem Besuch bei mir. In allen Fällen war nach kurzer Zeit klar, dass die "Chemie" nicht stimmt und wir nicht auf der gleichen Wellenlänge lagen. Da ich diese Möglichkeit stets im Hinterkopf hatte, waren dies sehr interessante Bildungsreisen.
Nun können sich die wenigsten von uns zahlreiche Reisen in sehr kurzen Zeitabständen leisten – ich konnte und kann dies auch nicht, so dass mein Budget am Limit war. Möglichen "Kandidatinnen" sagte ich ab, da ein Treffen in naher Zukunft aus finanziellen Gründen gar nicht bzw. nur durch erhebliche Sparmassnahmen an anderer Stelle möglich gewesen wäre. Zuschriften auf mein Kontaktprofil beachtete ich in der Folge gar nicht mehr. Mit einer Ausnahme ...
Es schrieb mir eine russische Frau, die 16 Jahre jünger war als ich. Geschieden, keine Kinder. Professionelle Fotos und nur ein ganz kurzes Anschreiben. Ich wollte wissen, warum sie gerade mir schreibt und schrieb zurück ... Meine heutige Ehefrau – und nebenbei bemerkt Traumfrau – hatte ebenfalls eine Scheidung hinter sich und suchte nun nach dieser Erfahrung einen etwas reiferen Mann, der zudem mitten im Leben steht.
Anfangs war ich sehr zurückhaltend, betrug der Altersunterschied doch 16 Jahre und dies war weit ausserhalb meines Limits. Im Laufe der Korrespondenz legte sich dieses Misstrauen bei mir. Ich kratzte neben meinem restlichen Mut meine letzten finanziellen Reserven zusammen und besuchte sie. Ein Besuch der alle Zweifel auslöschte – sie war es! Unser gemeinsamer Sohn ist 2002 geboren. Der Weg hat für meine Frau und mich funktioniert!
Was will ich Ihnen damit sagen? Das Alter ist eine relative Angelegenheit und es kommt stets auf den Einzelfall und die Lebensumstände bzw. Lebensabschnitte an. Pauschalurteile helfen nicht wirklich weiter.
Doch nun zurück zur Scam-Erkennung.
Die Korrespondenz
Die einzige zuverlässige Erkennung von scam (wenn der Scammer nicht bereits von einer Agentur ausgefiltert wurde) ist die Korrespondez mit dem jeweiligen Korrespondenzpartner.
Ihre Warnlampen sollten angehen, wenn sie ...
nach 2 bis 4 eMails von der grossen Liebe ihres Lebens spricht und nur noch mit Ihnen zusammen sein möchte und das so schnell wie möglich;
Ihnen bei dem privaten eMail-Austausch sehr "offenherzige" Fotos bis hin zu Akt-/Pornoaufnahmen zusendet. Die damit verbundene Erwartung habe ich schon weiter oben bei den Foto Kontaktprofilen angesprochen;
nicht auf Ihre Fragen eingeht, die Sie im Laufe der Korrespondenz stellen;
in jeder zweiten eMail von grossem Vertrauen spricht;
Sie so schnell wie möglich bei Ihnen Zuhause besuchen möchte und sie über einen Bekannten kurzfristig ein Visum bekommen kann;
sich darüber beschwert, dass Sie Dinge im Vorfeld eines Treffens nicht so tun, wie sie es gerne möchte und Ihnen in diesem Zusammenhang vorwirft, dass Sie ihr nicht vertrauen würden (Bedenken Sie das in Osteuropa traditionell die Männer in der Familie die Führungsrolle übernehmen. Frauen tun dies nur, wenn ihre Kinder gefährdet sein könnten. D.h. nicht, dass sie sich dem Willen des Mannes bedinungslos unterwerfen – ganz im Gegenteil, sie nutzen allerdings andere Wege und Formen).
In 99% der Fälle weisen diese Indizien auf einen Scammer hin. Es ist ratsam den Kontakt abzubrechen oder zumindest zu unterbrechen und die Agentur, von der Sie die Kontaktdaten erhalten haben, zu informieren. Bei der Gelegenheit stellen Sie auch gleich fest, wie die jeweilige Agentur real mit dem Thema scam umgeht.
Oftmals tauchen die zuvor geschilderten Indizien erst nach einiger Zeit auf. Verfallen Sie dann nicht in den Irrglauben, dass Sie bereits so viel Gefühle und Emotionen investiert haben und deshalb den Kontakt weiter pflegen wollen. Bedenken Sie: Sie haben vermutlich einer imaginären Person geschrieben. Das zugrundeliegende Kontaktprofil ist ein Fake. Die andere Seite hat keinerlei Interesse an einer Partnerschaft, sondern möchte Sie scammen. Die Erkenntnis mag im ersten Moment bitter sein, bewart Sie jedoch vor einem finanziellen Schaden.
Es gibt tausende russische Frauen und Frauen aus Osteuropa und der GUS die es ernst und ehrlich meinen, deshalb auch mein Rat: Schreiben Sie zu Begin 20 bis 30 Frauen, die Ihr Interesse geweckt haben und entscheiden Sie während der Korrespondenz mit welcher Frau Sie im Laufe der Zeit den Kontakt weiter ausbauen möchten. Fangen Sie den Weg realistisch an und nicht mit "Rosinenpicken" und Sie ersparen sich eine Menge Stress und Enttäuschungen.
Agentur-Exkurs: Bei unserem Support laufen immer wieder Anfragen hinsichtlich "Fakes" auf. Einige meinen, wenn sie keine Antwort auf ihre Bemühungen zu einem Erstkontakt erhalten, dass es sich um ein Fake-Profil handeln müsse und dieses erstens zu löschen sei und zweitens die Gebühr zurück erstattet werden müsse.
An dieser Stelle noch einmal eine Erläuterung zu "Fake-Profilen": Fake-Profile sind Profile die zum Zweck des scammens von kriminellen Personen erfunden werden. Gerade Scammer benötigen Kontakte, also werden sie jede Zuschrift beantworten. Für den Fall, dass ein Mann auf seine Erstkontaktbemühungen keine Rückantwort von einer Frau erhält, dann hat dies in 99% der Fälle einen vollkommen anderen Hintergrund. Dies führt an der Stelle zu weit. Lesen Sie unter anderem die Artikel zum Thema Erstkontakt und was man(n) dort alles falsch machen kann.
Kapitel 2: Oft gefragt
Ist es schlecht oder gut, wenn die Frau nach Ihrer finanziellen Situation fragt?
Weder das Eine noch das Andere. Dabei gilt allerdings zu beachten, dass sie nie direkt nach Ihrer finanziellen Situation fragen wird. Vielmehr wird sie, wenn sie überhaupt fragt, nach Details zu Ihrem Beruf und/oder wo und wie Sie leben fragen.
Diese Fragen machen aus Sicht der Frau auch Sinn! Sie möchte wissen, ob Sie auch finanziell in der Lage sind eine Familie aufzubauen und zu ernähren; von "Luft und Liebe" wird man auf Dauer nicht satt.
Bedenken Sie auch, dass sie ihr soziales Umfeld und die damit verbundene Sicherheit verlassen und von Ihnen mehr oder weniger, kürzer oder länger abhängig sein wird. Der Frau ist dies durchaus bewusst – Ihnen sollte das auch bewusst sein. Es ist illusorisch anzunehmen, dass die Frau in kurzer Zeit in Ihrem Umfeld eine Anstellung finden wird und zum gemeinsamen Familieneinkommen beitragen kann; von Ausnahmen einmal abgesehen.
Aus diesem Aspekt folgt eine Verantwortung die Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Spielen Sie keine Spielchen! Für die russischen Frauen und Frauen aus Osteuropa und der GUS bedeutet dies neben dem wirtschaftlichen Ruin in den meisten Fällen stets auch der gesellschaftliche Ruin. Und letzteres wiegt in Osteuropa durch die engen gesellschaflichen Bindungen viel schwerer, als Sie möglicherweise vermuten! Ein anonymes Miteinander, wie Sie es vielleicht hierzulande kennen, gibt es in Osteuropa in der Weise nicht, denn das Miteinander und die Familie ist dort das soziale Netz!
Spezielle Anzeichen für scam
Manche Scammer variieren die oben genannten häufigen Anzeichen für scam auf zwei Arten.
Sozial-Scam
Diese (fiese) Art bezeichne ich als "Sozial-scam". Ihr Gegenüber schildert Ihnen nach kurzer Zeit, dass ein Kind, Mutter, Vater oder gar sie selbst sehr krank seien und zwecks einer dringenden Operation in ein Krankenhaus müssen. Für diese Operation habe sie nicht das notwendige Geld und bittet Sie direkt oder indirekt um finanzielle Unterstützung.
Überlegen Sie sich selbst: Wäre hätte in einer solchen Situation die Muse in ein Internet-Cafe zu gehen und einen wildfremden Menschen anzuschreiben, um diesen um finanzielle Unterstützung zu bitten? Scammer wissen, dass sie mit dieser Masche im westlichen Ausland nicht überall auf taube Ohren stossen. Spendenfreudigkeit und Hilfsbereitschaft in westlichen Gesellschaften auch und gerade in Richtung Osteuropa sind den Scammern bekannt.
Es ist richtig, dass es in Osteuropa keine Krankenkassen gibt, wie wir dies hierzulande kennen. Dafür ist die lebensnotwendige Grundversorgung für jedermann kostenlos. In der Realität ist es nicht so komfortabel wie sich dies anhören mag und mit zahlreichen Einschränkungen verbunden. Das Thema Gesundheitssystem in Osteuropa ist jedoch so umfangreich, dass es hier den Rahmen sprengen würde, so dass ich nicht weiter auf Details eingehe. Trotzdem sollten bei Ihnen alle Warnlampen angehen, denn für dringende, lebenserhaltende Operationen ist kein Bargeld erforderlich.
Für den Fall, dass Sie mit einer solchen Anfrage konfrontiert werden, müssen Sie kein schlechtes Gewissen oder ein "Helfer- bzw. Rettersyndrom" entwickeln (das ist ja das Ziel des Scammers). Fragen Sie in Ihrer Antwort auf die Anfrage sachlich nach dem Namen des Krankenhauses, dem Namen des behandelnden Arztes sowie den Telefonnummern des Krankenhauses und des Arztes. Geben Sie an, dass Sie direkt mit dem Arzt oder der Krankenhausleitung wegen der Bezahlung sprechen wollen. Erhalten Sie daraufhin nicht die gewünschten Informationen oder wirft Ihnen die „Frau“ vor, dass Sie ihr nicht vertrauen, dann brechen Sie den Kontakt ab. Es ist zu 100% scam!
Es ist zugegeben eine sehr fiese Masche und im ersten Moment wird man vor der Beendigung des Kontaktes zurück schrecken; insbesondere, wenn er schon einige Zeit besteht. Bei einer solchen Anfrage kann man scam nur dann ausschliessen, wenn Sie die betreffende Person bereits länger persönlich kennen und sie besucht haben und somit auch ihr soziales Umfeld kennen, d.h. die „Echtheit“ der Anfrage konkret nachvollziehen können. Alternativ wenn Sie die oben angegebenen Informationen uneingeschränkt erhalten und die Angaben auch korrekt sind. Es ist unwahrscheinlich, dass Krankenhaus, Arzt und Scammer Hand in Hand arbeiten.
Die zweite Variante bedient einen "Urinstinkt".
Männliche Eitelkeit
Hand auf's Herz, verehrte Geschlechtsgenossen. Wer wäre nicht geschmeichelt, wenn ihm eine Frau schreibt, die auch als Supermodel auf den Laufstegen dieser Welt durchgehen würde, der Altersunterschied 20 Jahre und mehr beträgt oder man selbst eher zu den äusserlich weniger attraktiven Menschen zählt. Sei es, dass die Frau Ihnen zuerst schreibt oder Sie auf Ihren Erstkontakt zunächst eingeht. Bleiben Sie realistisch, so hart es klingen mag!
Sicherlich, wie im realen Leben auch, gibt es Faktoren, die die mangelnde äusserliche Attraktivität in einem solchen Fall kompensieren. Diese Faktoren sind allseits bekannt und heissen "Macht" und/oder "Geld". Wenn Sie über einen oder beide Faktoren verfügen, dann haben Sie in der Regel auch Erfahrungen mit deren Wirkung im realen Leben – warum sollen diese Wirkungen bei einer zunächst virtuellen Beziehung anders sein?
Es sind die unterschiedlichen Maßstäbe, die hier ihre Wirkung entfalten. 1000 Euro sind bei uns ein eher durchschnittlicher Betrag; in Osteuropa ist dies ein kleines Vermögen. Manche Männer und auch russische Frauen und Frauen aus Osteuropa vermischen diese Maßstäbe und setzen diese nicht in Relation zu den örtlichen Lebenskosten (damit meine ich keine Luxusgüter). Und so kommt es, dass manche Männer meinen, dass ihr eigentlich durchschnittliches Einkommen ausreicht, um eine attraktive und deutlich jüngere Frau aus Osteuropa zu beeindrucken und weitere Aspekte keine grosse Rolle spielen würden.
Umgekehrt gibt es auch russische Frauen und Frauen aus Osteuropa, die sich – aus welchen legitimen Gründen auch immer - genau davon beeindrucken lassen und deren erstes Ziel zunächst eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation ist. Letztlich entsteht bei einer solchen Konstellation zunächst nur eine Zweckgemeinschaft, deren zukünftige Entwicklung weitgehend in den Sternen steht bzw. in den allermeisten Fällen ein vorprogammiertes Ende nimmt.
Ich möchte Sie nicht davon abhalten mit attraktiven Frauen Kontakt aufzunehmen; ganz im Gegenteil!
Zumal slavisch geprägte Frauen meist von Natur aus für uns "westliche Männer" sehr attraktiv sind. Ich möchte Sie nur davor warnen, Ihre im Vergleich zu den russischen Frauen und Frauen aus Osteuropa deutlich bessere wirtschaftliche Potenz als Basis für eine Beziehung zu wählen. Diese Intention werden Sie über kurz oder lang nicht verbergen können und Sie ziehen damit Scammer geradezu an. Auf der anderen Seite erreichen Sie mit dieser Einstellung, wenn es kein Scammer ist, Frauen, die lediglich an einem Versorger interessiert sind. Wenn Sie dies so wollen, dann ok.
Es ist im übrigen gar nicht erforderlich, dass Sie für den Aufbau einer binationalen Ost-West-Beziehung Ihre mögliche wirtschftliche Potenz in den Vordergrund schieben. Einerseits schwingt dieser Fakt im Hintergrund so wie so mit, andererseits besteht in Osteuropa im Gegensatz zu Westeuropa, bezogen auf die Anzahl Menschen je Alter, eine gänzlich andere Verteilung der Geschlechter. Wobei der allgemeine Mythos des Frauenüberschusses in Osteuropa im Einzelnen oftmals (bewusst) auf Agentur-Seiten nicht korrekt dargestellt wird.
Frauenüberschuss, ja und?
Ja es gibt diesen Überschuss! Die Frage ist jedoch in welchen Altersklassen.
Während in westeuropäischen Ländern in nahezu jeder Altersklasse bis 55 Jahre, regional unterschiedlich ein Männerüberschuss von 4 bis 8% zu verzeichnen ist, sieht dies in Osteuropa anders aus. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen hier nicht im Einzelnen erläutert werden. Aussagekräftige Statistiken und deren Interpretation finden sich zum Beispiel auf den Web-Seiten der Vereinten Nationen (UN).
Bei den Altersklassen bis zu 30 Jahren sieht es in Osteuropa statistisch ähnlich aus wie in Westeuropa, wobei der Männerüberschuss gegenüber Westeuropa deutlich geringer ausfällt, allerings auch vorhanden ist. In den Altersklassen über 30 Jahren ist hingegen ein Frauenüberschuss zu verzeichnen, der in den Altersklassen von über 35 Jahren, regional unterschiedlich, bereits über 8% und mehr erreicht.
Der durchgängige Männerüberschuss in westeuropäischen Ländern führt eben dazu, dass nicht jeder Mann in seinem regionalen bzw. erweiterten regionalen Umfeld eine Partnerin finden kann. Unabhängig von den Vorstellungen und Ansprüchen an die Partnerin. Zusätzlich besteht bei Frauen hierzulande – sicherlich auch durch das Internet verstärkt und trotz Männerüberschuss – der Wunsch nach einem ausländischen Partner. Warum auch nicht; die Gründe sind ähnlich vielfältig, wie sie dies auch bei Männern sind.
Für russische Frauen und Frauen aus Osteuropa und der GUS ab 30 Jahre sieht es in Osteuropa genauso aus, wie für die Männer in Westeuropa. Blicken sie nicht über ihre regionalen Grenzen hinaus, sind sie bei der Partnerwahl, genauso wie Sie, auf manigfaltige Zufälle angewiesen, da eben nicht ausreichend "freie Partner" verfügbar sind. Es ist eine ganz einfache Rechnung – ohne jeden Mythos. Und für russische Frauen und Frauen aus Osteuropa und der GUS unter 30 Jahren ist die Auswahl gegenüber ihren gleichaltrigen Geschlechtsgenossinnen hierzulande deutlich geringer. Auch ohne jeden Mythos.
Was hat diese Situation mit scam zu tun?
Nun, professionelle Scammer tummeln sich mit ihren gefälschten Kontaktprofilen kaum in den Altersklassen über 35 Jahren, eher weniger in den Alterklassen bis 28 Jahre und sehr häufig in den Altersklassen zwischen 18 und 27 Jahren.
Die Scammer versuchen, den Irrglauben des generellen Frauenüberschusses über alle Altersklassen hinweg auszunutzen. Uninformierte Männer können diesem Irrglauben leicht aufsitzen, wenn sie meinen, dass die jungen, unverheirateten und kinderlosen russische Frauen und Frauen aus Osteuropa und der GUS unter 28 Jahren nur auf "Sie" gewartet haben und Ihre blosse Existenz und pauschale Interessenbekundung zum Aufbau einer Beziehung ausreiche. Ein gefundenes Fressen für Scammer.
Es gibt viele Aspekte und genauso viele gute Gründe, weswegen russische Frauen und Frauen aus Osteuropa und der GUS unter 28 Jahren (unverheiratet, kinderlos und mit guter Ausbildung – oder gerade wegen dieser Ausbildung) mit integeren und seriösen Absichten einen Partner im westlichen Ausland suchen. Ein Frauenüberschuss zählt nicht dazu.
Nochmals und immer wieder der Hinweis: Scam ist nur dann erfolgreich, wenn Geld fliesst. Kein Geld = Kein Scam!
Lesen Sie hier weiter: Russische Frauen - Ablauf typischer Scam-Korrespondenz
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