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Was ist "scam"?, Partnersuche und scam, Internet – Fluch und Segen
Das Internet ermöglicht unkompliziert eine direkte Kontaktaufnahme mit russischen Frauen bzw. Frauen aus Osteuropa.
Sei es über dafür spezialisierte Agenturen oder in Chats, Foren oder Newsgroups. Mit dem Internet ist das Angebot an Möglichkeiten unüberschaubarer geworden; allerdings auch offener.
Informationen sind für jedermann zugänglich und Tricksereien werden schnell öffentlich. Wer sich informiert minimiert das Risiko einem Scammer aufzusitzen.
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Russische Frauen kennenlernen - Osteuropa Scam allgemein | zurück |
Kapitel 1: Was ist "scam"?
Der Begriff "scam" stammt aus dem englischen Sprachgebrauch und steht im Allgemeinen für "Schwindel" bzw. "Gaunerei" oder "Betrug". Scam ist also keine "neue Erfindung" des Internets, sondern kommt im alltäglichen Leben überall dort vor, wo sich Jemand auf Kosten und zum Nachteil eines Anderen bereichern möchte. Die mit Abstand häufigste Variante ist der Versuch, einen geldwerten Vorteil zu ergaunern.
Sie kennen sicher die vollmundigen Kleinanzeigen in Tageszeitungen, die in kürzester Zeit riesige Gewinne bei minimalem Kapitaleinsatz oder ein üppiges Gehalt bei nur wenigen Stunden Arbeit versprechen (Ich frage mich immer, warum machen dies die Anzeigenaufgeber nicht selber, wenn es so viel einbringt – stattdessen wird eine Kleinanzeige aufgegeben). Wenn Sie Handy-Nutzer sind, kennen Sie sicher die SMS-Benachrichtigungen, die zu einem Rückruf bei einer kostenpflichtigen Telefonnummer animieren sollen. Einziges Ziel dieser Angebote ist es, Ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen.
Das diese Maschen vor dem Internet nicht halt machen, war zu erwarten. Vielmehr bietet sich das Internet für unseriöse Geschäftspraktiken geradezu an. Oft anonym und riesige, weltweite Reichweite für die Angebote; dabei sehr flexibel und mit entsprechenden Kenntnissen technisch manipulierbar. Das Internet mag für Scammer geradezu wie ein Paradies erscheinen.
Ausdruck findet dies zum Beispiel in den unzähligen "Dailern" (Einwahlprogramme für überteuerte, kostenpflichtige Telefonnummern), den massenhaft und unaufgefordert versandten Werbe-eMails (für die der eigene Begriff "spam" steht) oder die verheisungsvollen Schneeballsysteme (Pyramidenspiele), bei denen man für kleines Geld einsteigen kann und dann nur noch auf das volle Bankkonto warten muss. Klar, auch hier gibt es nur ein Ziel: Ihnen trickreich das Geld aus der Tasche zu ziehen – und das Ihrer Freunde und Bekannten gleich dazu.
Zahlreiche Tricksereien nutzen technische Unzulänglichkeiten des Internets aus; meist in Verbindung mit dem sorglosen und/oder unerfahrenen Umgang mit der Internet-Zugangssoftware (Browser) sowie dem ebenso sorglosen Umgang mit eigenen, sehr vertraulichen Daten. Beispielhaft und stellvertretend sind hier die sogenannten "Phising-eMails" genannt. Ziel ist es, Ihre PIN/TAN-Nummer für Ihr Online-Bankkonto auszuspähen, um dann in Ihrem Namen Geld auf ein anderes Konto zu überweisen (was nur mit der PIN/TAN-Kombination möglich ist).
Andere Tricksereien im Internet nutzen aus, dass einerseits der menschliche Urinstinkt der Gier aktiviert wird; andererseits in gewissem Mass die Unerfahrenheit im Umgang mit dem Medium Internet zu Fehleinschätzungen verleitet. Eines der berühmtesten Beispiele dafür sind die eMails der sogenannten "Nigeria-Connection", die um Unterstützung bei einem Geldtransfer bitten, dafür Vorab einen nenneswerten Geldbetrag haben möchten und nach Abschluss der Transaktion einen horrenden Anteil an der Transaktion zur Rückvergütung versprechen. Diese Masche scheint immer noch zu funktionieren, wie sollte es sich sonst erklären, dass diese Angebote nach wie vor die eMail-Postfächer überschwemmen.
Die Beispiele liesen sich endlos fortsetzen; zusammenfassend kann man sagen, dass die Schwindel im Internet auf zwei grundlegenden Varianten basieren, und zwar entweder auf der Grundlage eines sehr hohen technischen Sachverstandes oder durch die (psychologisch) geschickte Aktivierung einiger unserer Urinstinkte. Letztere erfordert weder nenneswerten technischen noch finanziellen Aufwand und ist damit auch die Variante, die Sie zu 90% im Internet antreffen werden. Damit nähern wir uns unserem speziellen Thema.
Der Volksmund sagt oft nicht zu unrecht, dass Liebe blind mache. Jeder wird in diesem Zusammenhang auf die eine oder andere Art und Weise bereits früher seine eigenen, ganz persönlichen Erfahrungen gesammelt haben; vollkommen unabhängig vom Internet. Ich weiss an der Stelle, wie viele Andere auch, wovon ich spreche. Im "Zustand der Verliebtheit" bzw. auf dem Weg die eigene Einsamkeit (wieder) in eine Zweisamkeit zu verändern, wird bisweilen – wie bei den Beispielen oben – der gesunde Menschenverstand durch Naivität oder durch Verlagerung des Denkzentrums unterhalb der Gürtellinie ersetzt. Eine ideale Basis für Scammer.
Kapitel 2: Partnersuche und scam
Kontaktanzeigen, Kontaktbörsen, Partnervermittlungen oder Agenturen, sei es in Tageszeitungen, auf Single-Treffs oder eben im Internet, haftet neben dem Makel "Du hast es wohl nötig" das Etikett der Unseriösität an.
Der Makel "Du hast es wohl nötig" verblasst zunehmend. In unserer hektischen, globalen und allzeit Online-Gesellschaft hat sich die Partnersuche und die damit verbundene Dienstleistung der Partner- bzw. Kontaktvermittlung auch und gerade via Internet in den vergangenen Jahren als gesellschaftsfähig etabliert und erlebt in diesen Zeiten geradezu einen Boom. Die Gründe dafür sind vielfältig und jeder wird seine ganz privaten Gründe anführen können. Das einige Zeitgenossen weiterhin diese Art der Partnersuche abfällig beurteilen, sei ihnen belassen. Jeder nach seiner Fasson, es ist ein Weg - eine Möglichkeit; modern, zeitgemäss und unkompliziert dazu.
Manche Statistiken sprechen davon, dass das Kennenlernen via Internet bereits die Nummer zwei ist, und zwar nach dem Arbeitsplatz, der (noch) unbestritten die Rangliste anführt. Andere sehen das Online-Dating hinter "Hobby und Freizeit" auf Platz drei. In keiner mir bekannten Rangliste steht das Kennenlernen via Internet schlechter als Position fünf. Aus meiner Sicht ein sicheres Indiz dafür, dass sich immer mehr Menschen zum Aufbau neuer Kontakte für diesen Weg entscheiden. Dabei gibt es kaum Unterschiede bei den Geschlechtern, quer durch alle Gesellschaftsschichten und Altersverteilungen.
Wie gesagt die Gründe für den Trend „Online-Dating“ sind vielfältig und jeder hat seine eigenen, persönlichen, individuellen Gründe. Eines haben alle „Onliner“ gemeinsam: Selber aktiv das eigene Leben und die Lebensumstände in die Hand zu nehmen und nicht auf eine oder "die Zufallsbekanntschaft" zu warten. Also statt "Du hast es wohl nötig" steht "Ich habe den Mut aktiv mein Leben glücklicher und zufriedener zu gestalten und nutze dazu alle Möglichkeiten".
Soweit so gut. Um nun die eigenen Aktivitäten zielgerichtet zu starten muss noch eine geeignete Plattform gefunden werden. Dies kann in den einschlägig bekannten Rubriken Ihrer Tageszeitung, regional begrenzt oder überregional, durch eigene Kontaktgesuche oder durch die Antwort auf eben solche geschehen. Und immer mehr Menschen nutzen das Internet und die dort explosionsartig gewachsenen Kontaktbörsen. Sei es regional, national oder eben international.
Wie eingangs angesprochen, werden Scammer von den Lebensbereichen magisch angezogen, bei denen mit vergleichsweise geringem Aufwand, bei geschickter Aktivierung unserer Urinstinkte möglicherweise eine Menge Profit gezogen werden kann. Aus diesem Grund ist von altersher der Bereich der Partnersuche anfällig für scam. Wer einsam ist, wobei Einsamkeit nichts damit zu tun hat, ob man viele Freunde und Bekannte hat, ist oftmals zu "Opfern" - meist finanzieller Art – bereit und ist anschliessend im warsten Sinne des Wortes bisweilen selbst Opfer geworden.
Kapitel 3: Internet – Fluch und Segen
In der Vor-Internetzeit, also bis Mitte der 90er-Jahre, blühte die kommerzielle Partersuche bzw. Kontaktvermittlung eher im Dunkeln. In unserem Kulturkreis gesellschaftlich nicht in der Weise wie Heute akzeptiert und immer etwas anrüchig. Ich kann mich an eigene Erlebnisse in diesem Zusammenhang erinnern: Studium fertig, die nächsten zwei Jahre nur gearbeitet, am Wochenende so platt, dass keine grosse Lust bestand "um die Häuser zu ziehen" und irgendwann einmal krank geworden und Zeit gehabt. Hopla, da war doch noch was? Kennenlernen am Arbeitsplatz schied aus, wir waren über 20 Männer, 2 verheiratete Frauen und eine Auszubildende. Also Tageszeitungen und Stadtmagazin studiert, Blind-Dates ohne Ende mit teilweise grausamen Abenden – wäre ich doch in meinem Bett geblieben oder in's Kino gegangen.
Auf der Suche nach einer Alternative ging ich tatsächlich zu einem "Institut". Eigentlich wollte ich mich nur informieren. Zuhause angekommen hatte ich einen Vermittlungsvertrag für damals stolze 1000 DM unterschrieben. Ein Jahr lang jede Woche 2 Vorschläge bis zum Erfolg. Die ersten drei Wochen kamen dann auch tatsächlich Vorschläge, jedoch kein Vorschlag entsprach den von mir angegebenen Kriterien. Nach Beschwerde und Rückfrage, wann ich den die Frau aus der Zeitungsanzeige treffen könne – weswegen ich ja zu dem "Institut" gekommen war – kam als Antwort, dass sie zwischenzeitlich nicht mehr vermittelt werden wolle.
Nach weiteren vier Wochen wurden zudem die Vorschläge eingestellt – entsprechend meiner Kriterien nichts dabei. Als ich dann die "Vermittlungsgebühr" zurückforderte wurde mir entgegnet, dass ich bisher ja alle Vorschläge abgelehnt hätte. Weitere Details im Kleingedruckten liesen dann eine Rückerstattung unmöglich werden. Gut zwei Jahre später und zwischenzeitlich fündig geworden, habe ich die Geschichte an einem Stammtisch erzählt, worauf mir ein Kollege erwiderte: "Mensch, mir ging es damals genauso, warst du auch bei dem xyz-Institut (Ende der 80er in Berlin; Das Institut gibt es nicht mehr, allerdings gibt es Andere mit ähnlichem Namen, weswegen ich zur Vermeidung etwaiger Komplikationen den Namen hier weglasse). Ja, warum hast du mir dies nicht früher gesagt ... Fairerweise muss ich sagen, dass ich auch Menschen kenne, bei denen es auf diesem Weg funktioniert hat. Sie waren eben bei einem anderen Institut und so offen wie heute sprach damals niemand über diese Form der Partnersuche.
Knackpunkt war damals und ist auch heute noch, dass Dritte zwischen einer direkten Kontaktaufnahme standen (von den Blind-Date-Inseraten in der Rubrik Lonley-Hearts in den Tageszeitungen teilweise abgesehen). In Gesellschaftsschichten, bei denen alles super-diskret ablaufen muss oder soll, mag die Einschaltung eines Dritten als (Ver)Mittler bei entsprechendem Honorar funktionieren – in allen anderen Fällen besteht immer die Möglichkeit der Manipulation.
Diese Manipulationsmöglichkeiten bestehen insbesondere im anonymen Internet, nämlich immer dann, wenn eine direkte Konaktaufnahme nicht möglich oder nicht gewünscht ist.
Wie Eingangs bemerkt, der Volksmund sagt "Liebe macht blind". Wird dazu noch die Phantasie des Suchenden angeregt, steht dem Missbrauch von Gefühlen Tür und Tor offen. Ein gesundes Mass an Mistrauen ist also auch im Internet am Anfang stets angebracht. Dies sollte jedoch nicht in einen "Verfolgungswahn" ausarten. Dann lieber diesen Weg erst gar nicht beschreiten.
Es ist wie bei anderen Internet-Tricksereien bei der Partnersuche vergleichsweise einfach, die Phantasie der Suchenden gezielt anzuregen. Sei es durch den Betreiber einer Plattform selbst oder durch Nutzer bzw. Nutzerinnen der Plattform. Damit werden die "schwarzen Schafe" geradezu magisch angezogen. Inoffizielle Schätzungen gehen davon aus, dass gut 80% der weltweiten Internet-Partneragenturen vollständig oder in grossen Teilen unseriös arbeiten. Dies reicht von Lockvogelangeboten, über nicht vorhandene Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme bis hin zu imaginären Personen, also sogenannte "Fakes".
Auf der anderen Seite ermöglicht das Internet jedoch unkompliziert eine direkte Kontaktaufnahme, insbesondere überregional und international. Sei es über spezialisierte Agenturen, wie z.B. Lipana.com, oder in Chats, Foren oder Newsgroups.
Mit dem Internet ist das Angebot an Möglichkeiten unüberschaubarer geworden; allerdings auch offener. Informationen sind für jedermann zugänglich und Tricksereien werden schnell öffentlich. Das Internet ist somit Fluch und Segen zugleich.
Scam ist nur dann erfolgreich, wenn Geld fliesst. Kein Geld = Kein Scam! Simpel, oder?
Lesen Sie hier weiter: Partnersuche Osteuropa - Wo, Wie
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