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Partnersuche Osteuropa - Bargeld nach Osteuropa
Die normale, reguläre Briefpost ist viel zu unsicher. Briefe aus dem Ausland erreichen nicht immer ihren Empfänger, da eben in diesen Briefen Bargeld vermutet wird. Ein Kurierdienst scheidet meist auch aus. Der Weg heisst in 99% der Fälle Western Union (WU).
Sie möchten eine russische Frau oder eine Frau aus Osteuropa zu sich einladen? Unser Tipp: Organisieren Sie die Reise (meist per Flug) von Ihnen aus und lassen Sie die Reisedokumente (z.B. Flugticket) am Heimatort Ihrer Partnerin hinterlegen.
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Kapitel 1: Wie kommt das Bargeld nach Osteuropa?
Die normale, reguläre Briefpost ist viel zu unsicher. Briefe aus dem Ausland erreichen nicht immer ihren Empfänger, da eben in diesen Briefen Bargeld vermutet wird. Ein Kurierdienst scheidet meist auch aus, da im Falle eines Scam-Versuchs die tatsächliche Anschrift herausgegeben werden und der Empfänger dem Kurierdienst die Zustellung quittieren muss.
Der Weg heisst in 99% der Fälle "Western Union" (WU). WU ist ein weltweiter Bargeld-Transfer-Service, der mit eigenen Büros, Kooperationspartnern oder zum Beispiel in jedem Postamt genutzt werden kann. Gegen eine Gebühr (die in Abhängigkeit zur Höhe des zu transferierenden Betrages anfällt) wird das Geld in weniger als zwei Tagen zu dem Empfänger transferiert.
Für den Transfer erhalten Sie von WU eine Art Code-Nummer. Diese Code-Nummer muss der Empfänger vorlegen, um den Geldbetrag ausbezahlt zu bekommen. Der Empfänger muss nicht selbst den Betrag abholen, er kann dafür auch eine Vollmacht an einen Dritten erteilen. Mit der Code-Nummer (die Sie ja dem möglichen Scammer übermittelt haben, da sonst keine Abholung möglich wäre), einem Ausweisdokument aus dem der Name des Empfängers hervorgeht oder eben mit einer Vollmacht kann der Scammer den Betrag in bar abholen.
Dieses Verfahren ist am Zielort des Geldtransfers teilweise bestens kriminell organisiert, so dass die Formalitäten bisweilen noch nicht einmal reine Formsache sein müssen. Und WU ist eine Einbahnstrasse, d.h. ist das Geld erst einmal ausgezahlt besteht keine Mögtlichkeit mehr, den Betrag zurück zu holen!
Schlägt Ihnen Ihre Korrespondezpartnerin von sich aus vor, Bargeld per WU an sie zu übersenden, dann sollten bei Ihnen die ersten Warnsignale aktiv werden!
Dieses Verfahren ist im privaten Bereich in aller Regel nur dann bekannt, wenn die betreffende Person bereits damit Erfahrung gesammelt hat. Für Sie heisst das im Umkehrschluss, dass Ihre Korrespondenzpartnerin bereits früher über Auslandskontakte verfügte und/oder unter Umständen auch schon Geldbeträge erhalten hat.
Lassen Sie in diesem Fall die Korrespondenz noch einmal Revue passieren. Wie sind Sie zu dem Thema WU gekommen? Von wem ging die Initiative aus? Wenn dies nicht ganz klar von Ihnen ausging, dann ist scam zu vermuten!
Bevor Sie einen Euro oder Dollar transferieren fragen Sie zur Absicherung und in Zweifeln bei der Agentur nach, über die Sie die Kontaktdaten erhalten haben. Arbeitet die Agentur seriös, dann nimmt Sie sich dieser Frage an und versucht den konkreten Fall gemeinsam mit Ihnen soweit wie möglich nachzuvollziehen und zu bewerten. D.h. jedoch nicht, dass Ihnen die Agentur eine "Unbedenklichkeitsbescheinigung" ausstellt bzw. ausstellen kann. Letztlich müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie Geld transferieren oder nicht.
Erscheint alles in Ordnung und weicht für den Geldtransfer die Anschrift (Stadt) des Transferbüros von der Anschrift (Stadt) Ihrer Korrespondezpartnerin ab, dann fragen Sie bei ihr nach, weswegen dies so ist. Es kann nur eine plausible Antwort in diesem Fall geben, und zwar dass die Meldeadresse (Hauptwohnsitz) von der Adresse abweicht, an der Ihre Korrespondenzpartnerin lebt. Bei allen anderen Antworten müssen Sie nicht mehr lange überlegen: scam!
Grundsätzlich sollten die beiden Anschriften (Transferbüro, Wohnadresse) nicht voneinander abweichen. Es gibt keinen Grund, weswegen Ihnen Ihre Korrespondenzpartnerin ihre formale Meldeadresse und nicht die, an der sie sich gewöhnlich aufhält, mitteilt.
In den baltischen Staaten gibt es übrigends keine Meldepflicht in dem Sinne, dass man einen festen Wohnsitz in Form eines Melderegisters angeben muss, dennoch ist in dieser Konstellation (Abweichung der Anschriften bei der Stadt) Vorsicht angebracht.
Von den baltischen Staaten abgesehen, besteht in Osteuropa, insbesondere Russland, eine sehr strenge Meldepflicht! Eine Person kann nur an einer Adresse gemeldet sein. D.h. nicht, dass sie unter dieser Adresse wohnen bzw. leben muss. Eine Miet- oder Eigentumswohnung kann auf eine ganz andere Person angemeldet sein. Dies kann der Vermieter selbst, jemand aus der Familie oder ein Bekannter sein. Einer der Hauptgründe dafür sind steuerliche Aspekte auf dem freien Wohnungsmarkt und die Zuteilung von Wohnraum bzw. die Nebenkostenumlagen bei dem staatlich kontrollierten Wohnungsmarkt.
Die gemeldete Adresse (propiska) ist wie in Deutschland der Hauptwohnsitz und vergleichbar wichtig. Der "Hauptmann von Köpenick" lässt grüssen ...
Kapitel 2: Die Kontrollfrage, der Vatername
Geben Sie zur Abholung des Geldes bei einem Transfer via Western Union eine Kontrollfrage an! Western Union bietet zum Beispiel diese Möglichkeit. Lassen Sie sich von Ihrer Korrespondezpartnerin ihren Vaternamen und die Reisepass- oder Inlandspassnummer geben (Der Vatername ist eine Besonderheit in Russland bzw. Osteuropa und der GUS und meist auch in den Ausweispapieren verzeichnet. Die Kombination Vorname, Vatername, Familienname kommt deutlich weniger häufiger vor, als nur die Kombination Vorname, Nachname. Somit haben Sie im Fall eines Falles eine zusätzliche Information für etwaige Recherchen).
Diese Angaben hinterlegen Sie bei WU als Kontrollfrage zur Abholung des Geldes. Somit können Sie weitgehend ausschliessen, dass Dritte das Geld abholen können und wenn Sie die Information nicht erhalten, haben Sie ein weiteres Indiz für einen möglichen scam.
Kapitel 3: Geldtransfer im Allgemeinen
An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass Scam eher die Ausnahme bei den vielen binationalen Kontakten darstellt. Im Normalfall ist Western Union, abgesehen von den hohen Überweisungsgebühren, schon ein gutes Hilfsmittel, um seiner Partnerin vor Ort während der Phase der Fernbeziehung etwas unter die Arme zu greifen. Ein weiterer Hinweis: Transferieren Sie nicht zu hohe Beträge (übrigends Scammer fragen auch nicht im 1000 Euro/Dollar-Bereich an). Werden entsprechende Freigrenzen überschritten, muss ihre Partnerin vor Ort horrende Steuern auf diese Transferleistungen zahlen, was zu deren wirtschaftlichen Ruin führen kann.
Neben Western Union gibt es zahlreiche alternative Möglichkeiten, die von Ihrem eigenen Heimatland und Ihrer persöbnlichen Situation bzw. Ihren Möglichkeiten abhängen. Dies reicht von Kurierdiensten über Postcards bis hin zu einer eingeschränkten Kreditkarte. Mit letzterem (bei VISA Card) habe ich selbst nur gute Erfahrungen gemacht, da unkompliziert, transparent und gebührenseitig "erträglich". Welche Variante am sinnvollsten ist, hängt in aller Regel vom jeweiligen Einzelfall ab.
Nochmals und immer wieder der Hinweis: Scam ist nur dann erfolgreich, wenn Geld fliesst. Kein Geld = Kein Scam!
Lesen Sie hier weiter: Partnersuche Osteuropa - Russische Frauen und wie entdecken Sie scam.
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